Spendenaktion für die Glocken der Frauenkirche

Historische Glocken der Frauenkirche

Historische Glocken der Frauenkirche

Keine Glocken rufen zurzeit die Menschen zum Gottesdienst in der Esslinger Frauenkirche. Das Geläut im Turm der Frauenkirche musste abgestellt werden, weil im Innern des Glockenturms der Naturstein saniert wird. Dazu wurde ein Gerüst aufgestellt, das ein Läuten der Glocken verhindert. Gleichzeitig werden auch Vorbereitungen getroffen, um das mittelalterliche Geläut der Kirche wiederherzustellen. 
 
Mittelalterliches Geläut ist erhalten
 
Die drei historischen Glocken, die das derzeitige Geläut ergänzen sollen, sind noch vorhanden. Dass ein mittelalterliches Geläut komplett erhalten ist, werten Fachleute als große Seltenheit.
 
Die älteste Glocke stammt aus dem 14. Jahrhundert und hat mit ihrem Durchmesser von 67,5 Zentimetern den höchsten Ton, ein e. Von 1587 stammt die in Esslingen von Martin Miller gegossene Glocke mit dem Schlagton d. Die mit 330 Kilo  größte und schwerste Glocke mit dem Ton c und einem Durchmesser von 82 Zentimetern wurde 1496 von dem berühmtesten Esslinger Glockengießer Pantaleon Sydler gegossen. Weil sie 1913 einen Sprung bekam, wurden alle drei Glocken durch ein neues Geläut ersetzt.


Mittelalterliches Geläut - Aufnahme von 1914

Mittelalterliches Geläut - Aufnahme von 1914

Zwei der Glocken besitzt der Geschichts- und Altertumsverein Esslingen. Sie standen lange im Alten Rathaus. Die dritte hängt derzeit im Turm der Johanneskirche. Dort aber ist sie laut dem Glockensachverständigen der Evangelischen Landeskirche, Claus Huber, gefährdet, weil ihre Hängung nicht entsprechend sei und sie in der Tonhöhe nicht zum dortigen Geläut passe.
 
Spendenaktion des Frauenkirchenbauvereins
 
Der Frauenkirchenbauverein hat es sich nun zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen die drei mittelalterlichen Glocken wieder in die Frauenkirche zurückzubringen. Sowohl der Geschichts- und Altertumsverein als auch die Johanneskirchengemeinde haben ihre Zustimmung signalisiert.
 
100 000 Euro sind nötig, um die historischen Glocken wieder an ihren alten Platz zu bringen und der Johanneskirche als Ersatz eine neue Glocke zu beschaffen. Gut die Hälfte des Betrags ist gesichert. Für die restliche Summe sucht der Frauenkirchenbauverein nun Spender.
 
• Spendenkonto-Nr. 552 266, Kreissparkasse Esslingen, BLZ 611 500 20.


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